
Eisenbrecher Clan
Gründer: Reginheri Eisenbrecher
Die Eisenbrecher sind ein Clan von der fernen Eiseninsel, wo Wind und Wellen an eisernen Klippen nagen. Ihr Gründer, Reginheri Eisenbrecher, fand dieses Eiland voll schwarzer Adern von Eisen im kalten Stein kurz nach dem blutigen Kampf mit Jarl Duncan Ragnadal. Im Rauch der Schilde, noch triefend vom Blut der Gefallenen, erhob er seine Axt gen Himmel, verfluchte den Schwur der Schwachen – und beanspruchte die Insel mit Wort und Waffe als sein eigen.
Er holte sein Weib Ingrid über die grünen Wasser, und sie setzten gemeinsam ihren Fuß auf den scharfkantigen Fels, als wäre es der Rücken eines schlafenden Urriesen. Eine erste kleine Hall, schlicht und grob gezimmert, wuchs aus dem Frostboden, während Reginheri sich dem Abbau des Eisenerzes widmete. Dort, zwischen Funkenflug und Hammerschlag, gebar ihm Ingrid seinen ersten Sohn: Torak Reginherison, dessen Schrei lauter war als das Heulen des Nordwinds.
Mit den ersten aus dem Stein gerissenen Erzen ließ Reginheri sein Schiff, die Eiserne Verr, in die kalten Fluten gleiten. Auf knarrenden Planken, begleitet vom Lied der Ruder, fuhr er aus, um durch Handel und List eine Bondmaid zu gewinnen. Zyklen vergingen, Monde wurden voll und wieder leer, und Männer, die das Schlachtlied im Herzen trugen, fanden ihren Weg in die nunmehr ausgebauten Hallen der Eiseninsel. Ein Schmied von festem Arm, Bergmänner mit Augen wie Kohlenglut, und Sören Hammerschwinger, der an Reginheris Seite als treuer Huskarl stand, schworen ihren Eid auf den neuen Clan.
Doch selbst im Norden weht das Schicksal launisch. Ingrid, die einst an Reginheris Seite thronte, fiel durch ungebührliches Verhalten in Ungnade und wurde, wie es Brauch und Recht verlangten, in den Bondkreis geworfen. An ihre Stelle trat Astrid, deren Blick so scharf wie eine frische geschliffene Klinge war. Sie gebar ihm Björn Reginherison, dessen Name klingen sollte wie das Brüllen eines Bären im Schneesturm.
Auch Alfgrimr Kvasirson, Reginheris Vater, fand seine letzte und wahre Heimat auf der Eiseninsel, als Runenpriester des Clans und Hüter der alten Zeichen. In seinen Händen ruhten die Geschichten der Ahnen, in seiner Stimme die Weissagung der Götter. Alfgrimr nahm den Waisen Konrad zu sich, einen Jungen mit Augen wie Messerstahl, der später in Liedern und im Flüstern der Feinde nur noch als „das Messer“ bekannt sein sollte.
So wuchsen Björn und Konrad Seite an Seite heran, wie zwei Klingen, im selben Feuer gehärtet. Alfgrimr sah früh den Hang zur Gewalt in Björn, eine dunkle Glut, die tief in dessen Brust glomm, und er ahnte, dass Blut und Stahl den Weg dieses Jungen zeichnen würden. Und wie es die Runen geflüstert hatten, so sollte es kommen: Der alte Runenpriester sollte Recht behalten, denn aus diesen Söhnen der Eiseninsel würde eines Tages eine Saga geschmiedet werden, die selbst der Nordwind ehrfürchtig weitersingt.

Alfgrimr Kvasirson
Der alte Runenpriester folgt dem Ruf der Asen seit er denken kann. Sein Vater Kvasir, benannt nach dem Asen Kvasir war bereits selbst Runenpriester wie er. Er sieht seinem Ende entgegen und das Serum hat längst seine Wirkung verloren, wie man ihm optisch ansieht. Jedoch hat er seine Spuren in der Welt hinterlassen. Als Wandergodi kam er viel in der Welt von Gor umher. Sein freundliches Gemüt trifft nur selten auf Gewalt und sein Sohn Reginheri gilt ebenfalls als geselliger und wohlwollender Mann. Auch wenn sich ihre Wege unterscheiden. In Turmus gabelte er Konrad den Waisenjungen auf. Der Junge ist etwa im Alter von Björn mit dem er aufgewachsen ist auf den Eiseninseln. Alfgrimr wollte ihn zu seinem Nachfolger ausbilden, doch Björn, verdarb ihn in seiner Gewalt. So ist Alfgrimr weiter auf der Suche nach einem gelehrigen Schüler, der eines Tages als Runenpriester der Eiseninsel sein Werk weiterführt.

Reginheri Alfgrimrson
Wie schon sein Vater, ist Reginheri ein wohlwollender Mann. Er sucht nicht den Ruhm oder den Reichtum. Er ist ein Mann wie ihn sich jeder Clan nur wünschen kann. Es geht ihm einzig darum, seinem Clan ein Zuhause zu bieten. Einst der Zögling von Duncan Ragnadal, kämpften die beiden einen erbitterten Kampf. Ein Kampf der über Leben und Tod entscheiden sollte und doch in einem Unentschieden endete. Duncan gab ihm damals den Beinamen Eisenbrecher. Ein Name der ihm gefiel und der für sich behielt. So zog er aus, um eine Heimat für sich und Ingrid zu finden. Diese fand er. Es war die kleine Insel, die er schlicht Eiseninsel nannte. Der Name rührte vom Eisenvorkommen, das er auf der Insel entdeckte. Er holte Ingrid zu sich und zeugte mit ihr Torak. Später warf er Ingrid in den Bondkreis und nahm Astrid zu seiner Gefährtin, mit der er Björn das Leben schenkte. Nach ihm kamen und gingen viele, doch er bot jedem ein Zuhause, die eines gesucht hatten, bis zu seinem Tode.

Björn Reginherison
Wie einst sein Großvater Alfgrimr prophezeite, brachte Björn den Umschwung im Clan der Eisenbrecher. Vorher als Handwerker, Händler und starke Krieger bekannt, kam mit Björn die Gewalt und die Piraterie. Björn fand eines Tages Leon und nahm ihn unter seine Fittiche. Er lehrte ihn das Kämpfen und das Berserker-Spiel. Leon hatte gerade seinen 60. Zyklus erreicht, da befahl Björn alle Krieger des Clans auf die eiserne Verr. Das Schiff des Clans. Von da an waren Raubzüge, Seeschlachten und Plünderungen an der Tagesordnung. Zu Anfangs gefiel dies einigen nicht. Leon, Sören Hammerschwinger und Konrad, sein Freund von Kindesbeinen an, folgten ihm aber begeistert. Björn traf auf einem Raubzug auf den stinkenden Sven. Ein verrückter und psychopatischer kleiner dürrer Mann, der schon von weitem zu riechen ist. An jenem Tag schloss sich dieser begeistert der Mannschaft der eisernen Verr an. Björns gewalttätige Legenden reichen weit in alle Richtungen des Himmels und finden stets neue Geschichten über den Schatten der Thassa.

Torak Reginherison
Reginheris erstgeborener Sohn ist ein freiheitsliebender Mann. Paradoxerweise ist sein Beruf der eines Slavers. Während Björn die Thassa unsicher macht, reitet er mit seinem Kaiila über die Eiseninsel und bildet die Sklaven des Clans aus. Von Björns Eifer seine Saga unter den Seefahrern zu verbreiten, hält er nicht viel und der Seeräuberei hat er sich nie angeschlossen. Dennoch respektiert er seinen Bruder und unterstützt ihn bei dem ein oder anderen Unterfangen. Sklaven gegenüber wirkt er oft rau, ist aber ein entspannter Kerl. Er bevorzugt, anders als sein Vater und sein Bruder, das Schwert im Kampf. Seinen Zweihänder trägt er stets bei sich. Seine entspannte Art lässt ihn oft Ernst wirken, doch kann er mit einer Bondmaid im Arm oder auf dem Rücken seines Kaiila durchaus lachen.

Leon Duncanson
Er ist der jüngste und bekanntermaßen letzte noch lebende Sohn von Duncan Ragnadal. Seine Abscheu gegenüber seines Vaters rührt daher, dass ihn dieser in seiner Jugend geächtet hatte. Nach einiger Zeit in der Wildnis und auf sich allein gestellt, fand ihn Björn und nahm ihn als Ziehsohn in seinen Clan auf. Von ihm lernte er das Kämpfen, das Berserkerspiel und das Segeln. Als Björn den Clan zu Piraten machte, folgte er diesem bereitwillig und ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob es richtig oder falsch sei. Knapp 180 Zyklen später stand er wieder an der Hall seines leiblichen Vaters und forderte diesen zum Duell heraus. Duncan stimmte zu. Leon ließ ihn im Schnee liegen nach dem Kampf und beschloss sich von der Piraterie zurückzuziehen. Statt sich auf der Eiseninsel niederzulassen suchte er einen neuen Clan. Ein neuer Abschnitt seines Lebens, fernab von allem, was ihn wieder auf die eiserne Verr ziehen könnte. Nicht aus Abneigung, viel mehr um einen neuen Weg zu finden. Valon bot ihm diesen Weg und Svea steht ihm treu zur Seite.

Svea Aegirsdottir
Als Tochter von Jarl Aegir Finnson von Fensalir stammt sie vom Clan der Feuerbringer ab. In ihrer Jugend suchte sie ein tragisches Schicksal heim. Ihr Besuch in Belnend sollte Folgen nach sich ziehen, die ihr Leben von Grund auf verändern. Eine Stelle auf dem örtlichen Weingut, die sie mit Freuden annahm, stellte sich schnell als ihr persönliches Gefängnis heraus. Erst Anteo der Fischer konnte sie aus dem Weingut holen und mit ihr in den Norden fliehen, wo ihre Wurzeln liegen. In Fehu Isa traf sie auf ihren Cousin, Siam Valison den Slaver. Der übergab sie Anteo als Gefährtin. Jedoch scheiterte ihre Gefährtenschaft schnell und Jarl Valon Valison trennte ihre Verbindung. Sie fand in Leon einen Freund und als dieser ihr sein Interesse offenbarte, wurde schnell klar, was die Nornen für die beiden geplant hatten. Sie ließ sich erneut auf eine Gefährtenschaft ein. In der Hoffnung mit Leon den richtigen Weg gefunden zu haben.

Enya Björnsdottir
Als Waise nach Fehu Isa verschlagen, führte ihr Weg sie an die Seite des Jarl Valon Valison der Fehu Isa. Als Mutter von Eldar, dem Sohn Valons, fand ihre Gefährtenschaft ein jähes, von tiefgreifenden Hintergründen überschattetes Ende. Nach nur kurzer Abwesenheit holte Leon sie gemeinsam mit Sunja in den Clan der Fehu Isa zurück. Von da an begann sich ein Band zwischen ihr und Leon Eisenbrecher zu knüpfen. In langen, tiefen Gesprächen wuchs dieses Band, bis es stark genug war, dass Leon ihr eine Familie anbot – jene Familie, in die auch er einst aufgenommen worden war. So stand sie schließlich vor Björn, der sich bereit erklärte, sie in seine Familie aufzunehmen. Wenige Tage darauf eröffneten sie es dem Jarl, der nach reiflicher Überlegung die Vormundschaft über Enya an Leon übertrug. Doch Eldar bindet sie weiterhin an den Clan, ganz nach Leons Sinn, der seine schützende Hand um jeden Preis über sie hält.

Sören Hammerschwinger
Sören Hammerschwinger ist eine Naturgewalt. Eines Tages trieb er auf einem Fass in der Thassa umher und strandete letztlich auf der Eiseninsel. Reginheri fand gefallen an dem Muskelberg, der angeschwemmt wurde. Er gab ihm Essen, Met und eine Bondmaid für sein Vergnügen. Sören zählt nicht zu den hellsten Köpfen aber dankbar ist er allemal. So blieb er und diente Reginheri als Huskarl. Von Kampf versteht Sören viel, was ihn zu einem wertvollen Leibwächter des Jarls macht. Als Björn noch ein Junge war, lehrte er ihn das Kämpfen und mit zunehmendem Alter Björns, sah er es als seine Pflicht ihm zu folgen. Bis zum letzten Atemzug folgte er ihm, mit dem Versprechen in Valhalla auf ihn zu warten.

Konrad das Messer
Der Waisenjunge von Turmus, den man auch als Konrad kennt, lebte davon zu stehlen. Was blieb ihm anderes übrig? So hatte er auch vor, Alfgrimr zu bestehlen, als dieser seinen Weg nach Turmus fand. Jedoch ohne Erfolg. In Erwartung einer Strafe, gab ihm der alte Runenpriester etwas zu Essen und ein Dach über dem Kopf. Alfgrimr nahm ihn bei sich auf und brachte ihn zum Clan der Eisenbrecher. Dort wollte er ihn ausbilden aber ein Übungskampf mit Björn reizte den Jungen Konrad mehr. Er merkte schnell, dass ihm Äxte und Hämmer zu schwerfällig sind und selbst Schwerter fand er zu hinderlich. Zwar beherrscht er sie aber er ist flink und wendig. So bevorzugt er Messer und am besten zwei davon. Das brachte ihm schnell den Beinamen „das Messer“ ein. Das Leben als Runenpriester sagte ihm nicht zu und er folgte Björn nur allzu gerne auf die eiserne Verr. Der junge, der zum Schönling herangewachsen war, wurde oft als Spion eingesetzt, um Städte auszukundschaften. Mit seinem Charme bringt er die Damenwelt leicht zum Reden. Als er im Sturm von der eisernen Verr in die Thassa gezogen wird, wurde sein Tod von der gesamten Mannschaft betrauert.

Der stinkende Sven
Er hatte schon viele Beinamen. Der Wahnsinnige, der Stümper oder der Dreckige. Heute ist er als der stinkende Sven bekannt und wie ihn die Eisenbrecher nennen, so riecht er auch. Gegen ihn riecht selbst der Tod wie ein angenehmes Blumenextrakt. Hin und wieder zwingen ihn Björn, Leon und die anderen dazu, sich zu waschen. Ohne großen Erfolg. Der kleine, dürre Krieger wirkt unscheinbar. Jedoch ist er so kampfeslustig und hinterlistig wie Thor und Loki zusammen. Björn fand ihn und nahm ihn im Clan auf. Seitdem folgt er ihm, wo immer er ist. Sehr zum Leidwesen der anderen. So düster der Kerl ist, so fröhlich scheint er zu sein. Seine Gefühle kann er körperlich kaum zurückhalten. Trauer kennt er nicht. Läuft etwas schief, rauft er sich das Haar aber die meiste Zeit ist er am grinsen und niemand weiß wieso. Er hüpft und springt durch die Gegend und keine Bondmaid die er erwischt, lässt er aus. Wo er auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert aber in manchen Fällen, überrascht er sein Umfeld und tut anderen völlig unerwartet sogar etwas Gutes.