Unter Kriegern

Dass Svea mein Weib wird ist also bereits offiziell bekannt. Jeder weiß es und doch dauert es noch eine Weile bis wir mit dem Jarl zum Berg gehen und es endgültig besiegeln. In der Zwischenzeit hatte ich aber doch allerhand zu tun. Der Jarl wollte Enya und seinen Sohn, Elder wieder im Dorf haben und ich sollte dabei Sunja zu ihrem Aufenthaltsort begleiten, für den Fall dass Enya sich weigert.

Sunja glaubte sie kann mich abhängen. Jemand hat ihr wohl meine Rolle der ganzen Mission offenbart. Keine gute Idee. Das Weib kommt aus dem Wald und ist, weiß Odin, nicht leicht zu kontrollieren. Mein Glück, dass das Weib wohl nicht wusste, wo meine Behausung ist. Ich dachte schon fast ich hätte sie verloren und müsste ihr hinterher jagen. Da geh ich in meine Mühle, will meinen Sack nehmen mit dem Proviant und sie steht neben der Tür! Wer hätte das Gedacht? die Asen waren auf meiner Seite.

Es kostete mich ein wenig Überzeugungskraft sie davon abzuhalten, weiter die Flucht zu ergreifen. Das Weib aber scheint mich zu respektieren, also konnte ich das Problem lösen. Wir machten uns also gemeinsam auf den Weg. Ich wusste ja, das mein Vater Björn Eisenbrecher auf der eisernen Verr auf uns wartete aber ich war trotzdem sehr gespannt wie sie auf unseren stinkenden Sven reagiert! Der Kerl ist eine Klasse für sich. Ich würde ihm jederzeit mein Leben anvertrauen aber er stinkt! Er stinkt so sehr, dass er eine ganze Weide voller Bosk mit seinem Geruch in Ohnmacht versetzt. Irgendwann werfe ich ihn einfach über Board! Fischer machen dann mit Sicherheit den Fang ihres Lebens aber er würde den Gestank loswerden. Hoffe ich zumindest.

Nach einer Weile erreichten wir den Hafen vom Fenris-Clan. Ich kannte diesen Clan bis dahin nicht aber wir trafen schnell auf Enya. Während Sunja und Sie sprachen habe ich mich ausgiebig umgesehen. Ich wollte sichergehen, dass der Raub schnell geht, sollte es dazu kommen müssen. Sunja hat aber anscheinend sehr überzeugt und es verlief friedlich. Ein Kerl namens Ana kam dazu. Er war Provokant und zog immer wieder Sunjas Aufmerksamkeit auf sich. Während der ganzen Debatte habe ich mich vor Sunja ein einziges mal positioniert. Ich kann sie soweit einschätzen, dass ich weiß, dass sie nicht einfach auf „nein“ reagiert. Ich habe es etwas anders Formuliert aber die Botschaft kam bei ihr an und siehe da… es hat funktioniert.

Ich hab den Kerl zu einem Berserker-Duell herausgefordert. Natürlich habe ich ihm den Vortritt gelassen und die Schwächere Position mit Weis gewählt. Ich konnte den Vorteil schnell kippen und kurz darauf machte er einen Fehler, der mir den Sieg einbrachte. Sunja, Enya und der kleine Wurm Eldar haben bereits am Hafen auf mich gewartet. Sunja fragte direkt in ihrer Neugier, wer gewonnen hat. Ich habe nur gelacht und genickt. Ihrer Aussage nach, hat sie nichts anderes Erwartet.

Nach einer Weile kamen wir zurück nach Fehu Isa. Schon erstaunlich! Vor nicht all zu langer Zeit war die eiserne Verr meine Heimat und jetzt, war ich froh den salzigen Duft der Thassa am Hafen von Fehu Isa einatmen zu können. Heimat ist schon etwas seltsames. Nach 176 Zyklen voller Plünderungen und kämpfen mit Piraten oder was sich uns auch immer in den Weg gestellt hat, bin ich im Clan angekommen. In nicht allzu ferner Zukunft nenne ich ein Weib meine Gefährtin. Mein Jarl und die anderen Krieger schenken mir Vertrauen und Respekt und mit jedem Tag der Vergeht, tue ich mein bestes, um das auch zu verdienen.

Diese Reise war keine Prüfung meines Jarls. Es war ein Weg der Asen, um mir zu zeigen, was es bedeutet einem Clan anzugehören und was er für mich tut.

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