
Ein ruhiger Tag stand mir bevor. Nach dem Berserker-Duell mit Ana habe ich mir die Zeit genommen, mein Spiel zu verbessern. Ich saß also in der Hall am Berserker-Tisch. Ich studierte die Figuren, die Spielzüge die gemacht wurden und suchte nach Möglichkeiten noch effektiver zu Spielen. Allerdings dachte die Bondmaid Finja mich ablenken zu müssen. Als sie die Hall betrat, sang sie das Lied, dass die Männer der eisernen Verr über mich oft Sangen. Sie muss mich auf den Feldern gehört haben und es ist bemerkenswert wie schnell sie den Shanty gelernt hat. Ich gehe davon aus, dass sie mich erst gar nicht gesehen hat aber was soll’s? Ich habe mich schon bemerkbar gemacht. Ein nettes Stimmchen hat sie. Ich werde sie das nächste mal für mich singen lassen, wenn ich sie in der Hall treffe.
Ich habe sie auf meinen Schoß gezogen und sie scheint zu wissen, dass ich es mag, wenn sie meine Brust krault. Ja es gibt Dinge, die mag ich! Ich sage es nur niemandem. Nicht lange darauf kamen dann auch Jelena die Brauerin und Svea die junge Heilerin in die Hall. Ich musste grinsen, als Svea der Bondmaid ihre Aufgabe unter die Nase rieb. Nachdem keiner mehr das Mädchen brauchte, sollte sie die Sleen füttern. Biester die ich nur ungern im Dorf sehe. Wir rüsten uns vor Angriffen wegen der wilden Weiber aber die größte Gefahr füttern wir noch und lassen sie mitten unter uns leben.
Die beiden Weiber hat jedenfalls der Ehrgeiz gepackt. Sie wollen mich im Berserker schlagen. Ich zeigte Svea also wie das Spiel abläuft und ich habe schnelle Verbesserungen bemerkt. Sehr interessant muss ich sagen. Jelena hingegen sabotiert sich selbst in ihrem Hitzkopf. Ich habe es ihr mehrmals erklärt aber sie zieht zu schnell und zu unbedacht. Schafft sie es einen kühlen Kopf zu bewahren, dann könnte sie mich bald schon besiegen. Nanni, eine Bondmaid die ich zum ersten mal sah, durfte es auch versuchen. Sie wirkt etwas dümmlich aber weit gefehlt. Sie hat es geschafft mich zum nachdenken zu bringen. Dennoch verloren alle drei ein ums andere mal. Svea hat der Ehrgeiz gepackt. Ich denke, wir werden noch viele spiele gegeneinander austragen und ich freue mich darauf.
Nach einer Weile haben wir die Tische der Hall unsicher gemacht. Ich hatte bereits einen ganzen Krug voll mit Dunkelmet. Jedoch saß ich nicht lange, denn die Glocke am Tor hat uns unterbrochen. Also marschierte ich zum Tor, trat hinaus und vor mir stand ein Hüne von einem Mann. Acon Acesson und seine Bond Lavi wollten zu Jelena und Met kaufen. Zwei Fässer hat er ergattert für 180 Kupfer. Ein fairer Preis will ich meinen. Außerdem hatte er etwas Arbeit für den Schmied dabei. Lavi sollte wohl ihr Brandzeichen als Eigentum erhalten. 30 Kupfer nannte der Schmied Gerwin, gab ihm aber als Freund des Clans eine Ermäßigung und verlangte nur 15 Kupfer.
Während der Schmied sein Werk tat, blieben ich, Jelena und der Fischer in der Hall. Svea war längst in ihren Fellen. Vielleicht war sie auch im Bett? Ich weiß es nicht. Ich mag diese Kastengestelle mit Fellen darauf nicht. Der Fischer lieferte sich ein kleines Wortgefecht mit mir. Ein sympathischer Kerl und wohl gut zu haben für eine zünftige Rauferei. Allerdings beließen wir es bei den Worten und die Fäuste wurden geschont. Ich legte ihm nahe, dass es eine Tradition ist, den Schwur auf den Jarl zu leisten aber er ist ein alter Südwurm. Sein Einwand war nicht ohne aber er sollte es einfach besser machen. Wie dem auch sei, am Ende des Tages ist es seine Entscheidung. Der Fischer machte sich schließlich auf, sich das Schauspiel des Brandmarken‘s anzusehen. Ich und Jelena blieben.
Es dauerte nicht lange, da stürmte der Gast Acon in die Hall mit seiner Bond auf dem Arm. Er legte Lavi am Kamin ab, baute sich vor Jelena auf und regte sich furchtbar darüber auf, dass Jelena das Mädchen abgefüllt hatte. Ich horchte auf. Instinktiv war ich bereit einzugreifen wenn es nötig ist aber ich erkannte schnell, dass ich die Lage beruhigen kann. Das habe ich auch getan so gut ich konnte. Er gab Jelena einen Beutel mit 200 Kupfer darin. 180 für den Met und 20 für den Schmied. Jelena verwahrt den Beutel für Jarl Valon.
Nachdem in der Hall aktuell kein Platz für Gäste ist und ich sowieso die Nachtwache übernahm, lies ich die beiden in meiner Mühle schlafen. Ich habe die Mühle vom Wall aus im Blick, also sollten sie sicher sein darin. Dabei fällt mir ein, ich sollte eine Fass voll Met in die Mühle holen. Das spart Zeit, die ich mit Arbeit verbringen kann! Dem Suffkopf habe ich direkt bescheid gegeben, dass er den beiden am nächsten Tag helfen soll, die Fässer zu verladen. Soll niemand behaupten können, der Fehu Isa Clan sei nicht Gastfreundlich.
So nahm der Tag also sein Ende und auf mich wartete ein Nacht mit dem Suffkopf Olaf zur Wacht auf dem Wall.
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